Samstag, 24 Juni 2017

Sternwarte

Wagen Sie einen Blick nach oben

 

Betrachten Sie mit einem der größten öffentlichen Teleskope Bayerns den Mond, die Planeten, kosmische Nebel und ferne Galaxien in den Tiefen des Alls

 

 

Teleskop

Was ist eine Sternwarte?

Der Begriff Sternwarte bezeichnet einen Ort, an dem mit wissenschaftlichen Instrumenten der Sternenhimmel beobachtet wird. Sternwarten gibt es in Deutschland und weltweit sehr viele: Universitätssternwarten, große Forschungssternwarten, staatliche Volkssternwarten, private Beobachtungsplätze, Vereinssternwarten und viele mehr. Die Spanne reicht vom umgebauten Gartenhaus mit einem kleinen Feldstecher bis zu millionenteuren Kuppelbauten mitten in der Wüste, die gigantische Spiegelteleskope beherbergen.

 

Wo gibt es Sternwarten?

Wichtig für eine Sternwarte sind insbesondere die Umgebungsverhältnisse: Bei bewölktem Himmel können selbst die größten Teleskope kein Sternenlicht einfangen, und auch feuchte oder unruhige Luft kann eine vermeintlich klare Nacht zunichte machen.

Ideale Beobachtungsposten finden sich weit abseits von Städten und in großer Höhe, wo kein künstliches Licht den Nachthimmel aufhellt. Und obwohl öffentliche Sternwarten hierzulande nicht mit großen Forschungsobservatorien wie beispielsweise denen der ESO mithalten können, erlaubt der technische Fortschritt auch kleineren Vereinssternwarten heute eine Ausstattung, die noch vor einigen Jahren nur Profis vorbehalten war.

 

Die Volkssternwarte in Dieterskirchenasa logo

Bei der Sternwarte in Dieterskirchen handelt es sich um eine Volkssternwarte – eine Sternwarte, die für jedermann öffentlich zugänglich ist. Dabei eignet sich der Standort etwas südlich der Ortschaft sehr gut für die Beobachtung des Sternenhimmels. Im weiten Umkreis befinden sich keine größeren Städte, die die Nacht aufhellen. Damit sind in Dieterskirchen viele Objekte mit bloßem Auge sichtbar, die anderswo längst im mit Kunstlicht verschmutzten Himmel untergehen.

 

Strichspuren 1 klein

Das Gebäude

Die Teleskope sind bei uns in einem Schiebedachgebäude untergebracht, bei dem für Beobachtungen die Südfront und das gesamte Dach einfach zur Seite weggeschoben werden können. Diese Konstruktion bietet gegenüber der klassichen Kuppelbauweise mehrere Vorteile:

  • Alle Besucher in der Sternwarte haben den Himmel direkt über sich und müssen nicht durch einen engen Kuppelspalt ins Freie blicken
  • Kuppeln leiden unter dem sogenannten Kuppelseeing: Die Wärme, die jeder Besucher abgibt, steigt nach oben und entweicht durch den Kuppelspalt nach außen. Diese Luftturbulenzen verschlechtern das Bild des Sternenhimmels, das das Teleskop einfängt.

 

Beobachtungsabende

Besucher vor Teleskop

Bei gutem Wetter werden Ihnen auf der Sternwarte in Dieterskirchen sowohl die Sternbilder des Firmaments als auch die Planeten und das Band unserer Milchstraße erläutert. Auch für das bloße Auge birgt ein dunkler, ländlicher Nachthimmel noch viele Geheimnisse, die es zu erkunden gilt.

Die Beobachtung mit den Teleskopen offenbart einen noch weit tieferen Einblick in das Universum und in die faszinierende Welt der Astronomie. Die Krater der Mondoberfläche und die Ringe des Saturns, beeindruckende interstellare Nebel, funkelnde Sternhaufen und Millionen Lichtjahre entfernte Galaxien – das alles holen unsere Fernrohre hundertfach vergrößert auf die Erde. Das Gefühl, kosmische Objekte real mit eigenen Augen zu betrachten, kann keine Fotografie ersetzen. Wer aber dennoch versuchen möchte, das Gesehene festzuhalten, kann dies auch ganz spontan am großen Teleskop versuchen: Wir haben für alle digitalen Spiegelreflex- und Systemkameras passende Adapter bereit.

Falls die Wetterverhältnisse eine Himmelsbeobachtung nicht zulassen, wird neben der Show im Planetarium und interessanten Vorträgen zu astronomischen Themen auch eine detaillierte Erklärung der Teleskoptechnik in der Sternwarte angeboten.

 

 

Alles in allem findet man in Dieterskirchen somit sehr gute Bedingungen vor,
um mit einem großen Teleskop unter dunklem Nachthimmel einen Blick ins Weltall zu werfen.

Sie werden den Sternenhimmel bald mit ganz anderen Augen sehen!